Fans von Avantasia / Tobias Sammet werden mir nachsehen, dass ich die Namen der beiden neuen Werke des Edguy-Frontmanns zusammengewürfelt habe. Seit dem 02. April 2010 sind die beiden Alben “The Wicked Symphony” und “Angel of Babylon” im Handel bzw. den einschlägigen Musikplattformen käuflich zu erstehen – lange genug, um meinen ersten Eindruck zu (virtuellem) Papier zu bringen.
Vorweg muss man sagen, dass Sammet wieder fleißig war – sogar so fleißig, dass die Anzahl der Lieder die knapp 80 Minuten einer herkömmlichen CD deutlich überschritt und dieser somit “gezwungen” war, einfach ein zweites Album zu veröffentlichen. Die Liste der Gastmusiker liest sich einmal mehr als who-is-who des Rock-Business und lässt eigentlich keine Wünsche offen; wobei diesmal der Masterplan Frontmann Jorn Lande, doch sehr prominent im Mittelpunkt der Gesangsspuren steht. Was für die Alben aber keineswegs schlecht ist…
Auch Kiske ist – natürlich – wieder mit von der Partie und macht den Refrain von “Stargazers” zu einem Fest für die Ohren. Auch das Duett mit Klaus Meine (Scorpions) in “Dying For An Angel” ist extrem gut gelungen und gehört m.E. zu den stärkeren Tracks des Doppel-Albums, wobei mein Favorit definitiv “Death Is Only A Feeling” ist. Einige Songs klingen zwar arg nach Edguy, aber letztendlich kann Sammet seine Herkunft auch nicht verleugnen
Es ist jetzt auch schwer zu sagen, welches der beiden Alben das Bessere ist, denn beide warten mit Stärken und leider auch Schwächen auf – ohne jetzt konkret Songs zu benennen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn der Frontmann eine striktere Auswahl der Songs getroffen hätte und das Ergebnis dann auf einem Album veröffentlich hätte. DAS wäre dann wirklich ein Meisterwerk gewesen! So bleiben auf beiden Scheiben ein paar Lückenfüller, die dann das Gesamtwerk stellenweise etwas durchschnittlich klingen lassen.
Bevor man mich hier aber falsch versteht: ich finde beide CDs mehr als hörenwert und die zahlreichen starken Songs, machen die paar schwächeren Songs mehr als wett! Für mich definitiv Höhepunkte der Musik für 2010.

















