Die Ankündigung gleicht einer Kriegserklärung an Microsoft bzw. dem – sehr erfolgreichen – Betriebssystem Windows 7. Noch in diesem Sommer (genauer der 15. Juni 2011) sollen gleich zwei Geräte mit Googles Betriebsystem Chrome auf den deutschen Markt kommen (und natürlich nicht nur hier).

Derzeit arbeitet Google dabei mit zwei Hardwarepartnern zusammen – Acer und Samsung, beide fest etabliert auf dem Notebookmarkt. Googles Chrome wird dabei auf den Rechnern nur einen kleinen sog. Footprint hinterlassen und soll dafür sekundenschnell booten. Alle (oder die allermeisten) Anwendungen werden als Software-as-a-Service (SaaS) verwendet, also online zur Verfügung stehen. Durch Caching-Routinen sollen sogar einige Anwendung lokal laufen, sollte doch einmal das Internet nicht zur Verfügung stehen; dennoch wird ein Großteil lediglch online zur Verfügung stehen.

Über zuviel Plattenplatz darf sich der Nutzer derzeit allerdings nicht freuen, denn der Plattenplatz ist relativ knapp bemessen – bis zu 16GB sollen dabei verbaut werden (heutige Netbooks haben von Hause schon locker um die 160GB an Bord). Auch hier setzt Google ganz auf die Cloud und verweist dabei auf Anbieter, wie z.B. Dropbox (natürlich auch auf das hauseigene Lösungen, wie z.B. Picasa etc.).

Derzeit gibt es leider immer noch sehr viele weiße Stellen auf der Karte der Internetanbindungen und außerdem laufen auch längst nicht alle Anwendungen in der Cloud wie ein jeweiliges Pedant vom Desktop (Beispiel Profibildbearbeitung a al Photoshop oder Videoschnitt a la FinalCut etc.). Für den “normalsterbliche” Netizen dürfte ein Chromebook allerdings ein interessantes und performantes Gadget darstellen – man darf gespannt sein, wie Apple und Microsoft mittel- bis langfristig reagieren.